VIKA UND IHRE JUWELEN

VIKA Jewels Victoria Kagalska Schmuck jewellery designer Fotograf Marcel Kamps

Vika ist eine dieser starken Frauen, die sich getraut hat, ihre Vision wahr werden zu lassen. Ich hatte das Glück diese besondere Frau in Köln kennenzulernen und mehr über sie und VIKA Jewels zu erfahren. Gründerin und Geschäftsführerin Victoria erzählt im Interview von ihrer Geschäftsidee sowie persönlichen Überzeugung und was ihr bei ihrer Arbeit besonders wichtig ist.

„Zum einen ist es mir wichtig, jedem Schmuckstück seinen besonderen Wert zu garantieren und da jedes einzelne Stück mich irgendwann individuell inspiriert und eine bestimmte Phase meines Lebens reflektiert, braucht es eben seine Zeit, bis neue Entwürfe entstehen. Zum anderen ist es mir für mich aber auch eine wichtige Herzensangelegenheit, dass keine Ressourcen verschwendet oder Vertrage aufgrund von Druck, oder unverhältnismäßigen Produktion nicht eingehalten werden können. Fairness ist das A und O bei VIKA Jewels – Fair Trade ebenso.“ 

(Victoria Kagalska)

…sustainable diamonds are a girls best friend.  

Die schöne Ukrainerin verlor ihr Herz an die Insel Bali und holte sich an diesem magischen Ort Inspiration für ihren Lebenstraum. Als alleinerziehende Mutter lebt das ehemalige Model aktuell in Köln und ist derzeit mit ihrer neuen Kollektion beschäftigt. 

VIKA Jewels ist eine Marke, die nachhaltigen Silberschmuck herstellt und verkauft.

Nachhaltigkeit ist in der heutigen Zeit ein besonders wichtiges Thema. Gerade in der Schmuckindustrie, zumal billige Modeschmuckketten und klimagefährdend produzierte Massenware die Geschäfte und Online-Shops zu einem großen Teil beliefern und die Wegwerf-Kultur beträchtlich fördern. Schmuck ist heutzutage – wie so vieles - kurzlebig und kann schnell aus der Mode kommen. 

In den sozialen Medien, die mittlerweile die Marketingkonzepte und Strategien sämtlicher Werbeagenturen dominieren, ist ein rasant steigendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu verzeichnen und immer mehr Influencer, als auch Marketingkampagnen zum Thema „Sustainability“ – egal ob im Nahrungsmittel-, Beauty-, Mode- oder eben Schmuckbereich, erobern die Newsfeeds der treuen Abonnenten auf Facebook, YouTube und Instagram. 

Wer kennt es nicht?

Das Armband für 10 Euro, die Kette für vielleicht 20 Euro oder der schöne günstige Silberring, der auf jeden Fall sofort mitgenommen werden muss, denn Zuhause hängt ja noch dieses eine schöne Kleid und dazu würde er schließlich ganz wunderbar aussehen. Der Sommer geht vorbei, das Kleid hängt im Schrank und der Ring wandert über den Winter in eine der hintersten Schmuckschatullen und nachdem das Kleid den Frühjahrsputz auch nicht überstanden hat, erfüllt der Ring eigentlich auch nicht länger seinen Zweck. Traurig. Für den Ring, weil er gar nicht wirklich zum Vorschein gekommen ist. Außer die paar Mal, als das Kleid gelegentlich ausgeführt wurde. 

Aber was wird jetzt aus dem Ring? 

Verkaufen steht bei dem günstigen Erwerb nicht wirklich zur Debatte und modetechnisch gesehen hat der Ring eh schon seine Halbwertszeit überschritten. Also weg damit – oder verschenken. Das geht immer! Fest steht: Es war kein wirklich bedachter Kauf, es stand alles nicht wirklich in Relation. Der Herstellungs- und Fertigungsprozess waren der Mühe nicht wert. Ressourcen wurden verschwendet und das nicht gerade auf faire weise – im Gegenteil! Das ist die Definition von Fast Fashion. 

Die Kunst ist es daher, Stücke von besonderem Wert zu schaffen, die zeitlos erscheinen und dem Besitzer eine- höheren Mehrwert vermitteln, als der rein modische Gedanke. 

Frage: Was bekommt deine Kundin genau, wenn sie bei VIKA Jewels einkauft?

Vika: Sie bekommt ein einzigartiges, nachhaltig produziertes, individuell inspiriertes, in Europa konzipiertes und in Asien vollendetes Schmuckstück aus recyceltem Sterlingsilber, welches einem High-Fashion Stück in Eleganz und Gewissenhaftigkeit bei der Verarbeitung, als auch zeitlosem und dennoch zeitgemäßen, stylishem Design in keiner Weise nachsteht. Meine Schmuckstücke sind zudem einzigartig und beinhalten demnach mehr als den reinen Silbergehalt.

Wieso hat Bali einen so besonderen Wert in deinem Business, es ist schließlich mehr als nur ein Produktionsstandort, richtig? 

Vika: Die Insel spielt eine besondere Rolle in meinem Leben. Bereits seit 2009 reise ich regelmäßig an diesen magischen Ort und mir fällt es jedes Mal aufs Neue schwer, ihn wieder zu verlassen. Meine beiden wundervollen Kinder und ich leben aktuell in Köln.  Die Herstellung meiner eigenen Silberschmuck-Linie gibt mir das Gefühl, der Insel ein Stück weit etwas wieder zu geben. 

Frage: Slow Fashion setzt den Fokus vor allem auf Fairness für die Verbraucher ebenso wie für die Produzenten. Inwiefern setzt sich VIKA Jewels für gerechte Arbeitsbedingungen und Produktionsabläufe ein? 

Vika: Mittlerweile entstehen die Entwürfe in Berlin, das Silber wird jedoch weiter auf Bali in der Fabrik einer Schweizerin, zu der ich eine gute Verbindung pflege, verarbeitet. Ich vertraue ihr und schätze sie als Person sehr. Die Fabrik wurde bereits 1986 gegründet und es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass der gesamte Herstellungsprozess für alle Beteiligten gerecht abläuft und das gleiche gilt für alle die am Herstellungsprozess beteiligt sind: Fairness.  Die Fabrik ist zudem ein schönes Beispiel für eine emanzipierte Fabrik- bzw. Arbeitsstättenführung im südost-asiatischen Raum, die ich als Geschäftsinhaberin aus persönlicher Überzeugung und mit vollem Herzen unterstütze. Hier herrschen noch familiäre Verhältnisse, weshalb auch ich mich jedes Mal wie Zuhause fühle, wenn ich den Produktionsstandort besuche. 

Danke Vika für die Inspiration und vor allem: für’s Vorbild!

„Wenn Worten, Tagen folgen“, ist das erste was mir in den Sinn kommt. Die Frau hat nicht nur eine Vision, sie hat Power. Danke Vika, dass du uns mit deinen wunderschönen, femininen, einzigartigen Schmuckstücken verwöhnst – und das ohne schlechtes Gewissen!

…und wer noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für Freundin, Mutter, Schwester, Tante, Ehefrau oder sich selbst gefunden hat: hier geht’s lang.

Text von Nadine Primo

Fotograf Marcel Kamps

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